Rundgang: Caracalla Thermen, Via Appia Antica und Katakomben



Zu den häufig besuchten antiken Bauwerken zählen die im Jahre 216 nach fünfjähriger Bauzeit eröffneten Thermen des Kaisers Caracalla. Sie befinden sich in einer Parkanlage am Aventin, sind ausserordentlich gut erhalten und zählen zu den grössten Badekomplexen im historischen Rom.

Mit einer Fläche von 330 Meter mal 340 Meter bot der Komplex bis zu 8.000 Badegästen täglich Raum. Die Besucher mussten auf keinen Luxus verzichten. Neben einem Kaltschwimmbecken, Umkleideräumen, einem Sportplatz, Schwitzbädern, Warmbad war auch ein Freibad in diesem Komplex integriert.

Die Caracalla-Thermen befinden sich auf drei Terrassen am Abhang des Aventin-Hügels. Diese Plattformen liegen insgesamt 14 Meter auseinander. Forscher wollen ermittelt haben, dass zum Erhitzen des Wassers in den Thermen täglich ca. 10 Tonnen Holz notwendig war, wobei 200 Tonnen Holz eingelagert waren.

Für Kunstinteressierte sei auf die gut erhaltenen Mosaikfußböden mit ihren geometrischem Mustern verwiesen. Passende eindrucksvolle Beschreibungen des zeitgenössischen Badetreibens der antiken römischen Upper-Class finden Sie in der Korrespondenz von Seneca mit seinem Freund Lucilius.

Gelegen an der Via Appia Antica ist der Besuch der Caracalla-Thermen ein guter Ausgangspunkt zum Besuch dieser fast 2.300 Jahre bestehenden „Alten Appischen Straße (via Appia Antica). Dies ist eine der bekanntesten Ausfallstraßen Roms, welche man auch die „Königin der Strassen“ nennt.

Ein Ausgangspunkt der Via Appia Antica ist die Porta Capena in Rom.

Ihre Bezeichnung erhielt die Via Appia Antica nach ihrem Erbauer Appius Claudium Caecus.

Mit einer Weglänge von 195 Kilometer auf der alten Route und der auch bereits im Altertum vorgenommenen Wegverlängerung bis Brindisi gilt die Via Appia Antica mit ihren seitlich errichteten antiken Grabmälern und Bauten als längstes Kulturmuseum weltweit.

Einst war die Via Appia Antica der zentrale Transportweg für Waren und Sklaven, die aus dem Orient in die Hauptstadt des Römischen Reiches gelangten.

Weil die Strasse mit ihrem antiken Pflaster heute in langen Abschnitten für den Verkehr gesperrt ist, lässt sie sich bestens zu Fuss erkunden. Von den zahlreichen Besichtigungsmöglichkeiten sei auf auf das Grabmal der Caecilia Metella oder der Priscilla verwiesen. Es sind Beispiele für die antiken Bestattungsformen als Einzelgrab. Diese wurde vor allem von begüterten Familien beauftragt. Darüber hinaus gab es für die weniger vermögenden Schichten die Grablege in den Katakomben.

Über sechzig solcher Katakomben gibt es in Rom. Dabei handelte es sich um unterirdische Massengräber, in welchen die Verstorbenen in Grabnischen gebettet wurden.

Die Bestattung entlang der Via Appia Antica erfolgte u.a. in der Katakombe San Sebastian, der Katakombe Domitilla sowie der Calixtus-Katakombe. Das Begräbnis innerhalb der Wohnbereiche in Rom war streng untersagt.

Dies galt bereits in vorchristlicher Zeit, wobei von den Römern die Tradition des Katakombenbaus von den Israeliten übernommen worden ist. Zu den ältesten Katakomben vor dem Stadtzentrum Roms zählt beispielsweise die Catacombe Ebraiche an der Via Appia Antica.


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