Rundgang: Pantheon und Piazza della Rotonda



Eines der ältesten und am besten erhaltenen Zeugnisse der Antike ist sicher das Pantheon in Rom. Der überkuppelte Bau befindet sich auf der Piazza della Rotonda (Runder Platz).

Umgeben von einer Reihe Wohnhäuser und Restaurants bildet die ovale Form der Piazza della Rotonda ein antikes Stadion nach. Am besten, Sie verweilen zunächst in einem der Cafés mit Blick auf das Pantheon und entdecken dieses einmalige Bauensemble aus einigem Abstand. Das Gebäude war in der Antike ein Tempel, welcher sein Aussehen bis heute fast unverändert über fast 2.000 Jahre erhielt.

Obwohl die riesige Kuppel des Pantheons nicht zu den Weltwundern zählt, dürfte eine Kuppel von dieser Größe selbst in grauer Vorzeit äußerst selten gewesen sein. Die Kuppel ist selbst grösser als die berühmte Kuppel des Petersdomes, wenn auch nicht so stark gewölbt.

Man sagt, gerade diese Kuppel hätte Michelangelo sehr bei seiner Konstruktion der Kuppel des Petersdomes inspiriert. Besonders interessant ist es, dass die Wand der Kuppel des Pantheons nach oben hin immer dünner wird. Dadurch verringert sich die lastende Baumasse, was die Lösung statischer Probleme während der Bauphase begünstigte.

Auch der Innenraum des Pantheons ist Besuchern zugänglich. Auffallend ist eine kreisrunde Öffnung von 9 Meter in der Kuppeldecke. Sie ist auf kultische Handlungen zurückzuführen, denn der Lauf von Sonne und Mond werden durch das Lichtspiel direkt auf dem Boden angezeigt.

Auch die kassettenartige Innenstruktur der Kuppel im Pantheon ist auf die einstige Nutzung als Tempel zurückgeführt. Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass die Nischen, welche der massigen Architektur Leichtigkeit verleihen, zur Aufstellung von Skulpturen und der Verzierung mit Symbolen vorbehalten waren.
Durch die Platzierung der Skulpturen hoch oben über den Köpfen der Tempelbesucher, empfanden sich die Menschen der Antike ihren Göttern und den Sternen des Himmels nah.

Ausserdem beherbergt das Pantheon das Grab des weltbekannten Künstlers Raffael, der bereits mit nur 37 Jahren verstarb.


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